Kommunale Wohnbauten

Simmering

Widholzhof

K

Alfons-Petzold-Hof
Lorystraße 36-38 / Hakelgasse 14-18
1923/24 nach Plänen von Adolf Stöckl errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 111 Wohnungen. Benannt nach dem Arbeiterdichter Alfons Petzold (1882–1923).

Anton-Schrammel-Hof
Kopalgasse 55-61
1925/26 nach Plänen von Karl Krist errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 257 Wohnungen. Benannt nach dem Gewerkschaftsfunktionär Anton Schrammel (1854–1917).

Dr.-Franz-Klein-Hof
Herbortgasse 24 / Herderplatz 6
1924/25 nach Plänen von Karl Krist errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 219 Wohnungen. Benannt nach dem Juristen und Reformer der Jugendfürsorge Franz Klein (1854–1926).

Friedrich-Engels-Hof
Ehamgasse 8 / Herderplatz
1925/26 nach Plänen von Franz KaymAlfons Hetmanek und Hugo Gorge errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 179 Wohnungen. Benannt nach dem großen Theoretiker der Arbeiterbewegung Friedrich Engels (1820–1895).

Josef-Scheu-Hof
Drischützgasse 5 / Ehamgasse 4
1925/26 nach Plänen von Franz Wiesmann errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 212 Wohnungen. Benannt nach dem Begründer der Arbeitersängerbewegung Josef Scheu (1841–1904), der auch das Lied der Arbeit komponierte.

Karl-Höger-Hof
Lorystraße 40-42
1925/26 nach Plänen von Franz KaymAlfons Hetmanek und Hugo Gorge errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 260 Wohnungen. Benannt nach dem Gewerkschaftspionier Karl Höger (1847–1913).

Rosa-Jochmann-Hof
Simmeringer Hauptstraße 142-150 / Fickeystraße 
1931/32 nach Plänen von Josef Frank und Oskar Wlach errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 276 Wohnungen, die 2013 nach Rosa Jochmann benannt wurde.

Strindberghof
Strindberggasse 2 / Rinnböckstraße
1930 bis 1933 nach Plänen von Emil Hoppe und Otto Schönthal errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 599 Wohnungen. Benannt nach dem schwedischen Schriftsteller August Strindberg (1849–1912).

Widholzhof
Geiselbergstraße 60-64
1925/26 nach Plänen von Engelbert Mang errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 210 Wohnungen. Benannt nach dem sozialdemokratischen Abgeordneten Laurenz Widholz (1861–1926).


 

Nicht benannte WohnhausanlagenFuchseroehrenstrasse22


Fuchsröhrenstraße 22-30
1930 bis 1932 nach Plänen von Rudolf Perthen errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 96 Wohnungen.

Ein mäßig interessanter Bau, der ganz der nüchternen Bauweise nach 1930 verpflichtet ist.

 

 

Gratian_Marx_Strasse
Gratian-Marx-Straße 4

1928 nach Plänen von Alfred Wildhack errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 14 Wohnungen.

Symmetrische Fassade mit außenliegenden, flachen Spitzerkern, einem Giebel und zwei großen Fahnenmasten im obersten Geschoss.

 

Herbortgasse43_3


Herbortgasse 43 / Römersthalgasse 
1929 nach Plänen von Heinz Rollig (1893–1978) errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 55 Wohnungen.

Blockartige Verbauung mit repräsentativem Ecktrakt, massiven
Balkonzonen und einem bemerkenswerten Eingang mit verschiedenfarbiger Ziegelverkleidung. Interessant ist v.a. der Wechsel von Symmetrie und asymmetrischen Elementen.

Landwehrstraße 3 
1926 nach Plänen von Karl Schmalhofer errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 36 Wohnungen. Durch Gesimsbänder und spitze Loggien stark horizontal gegliederter Bau.

Landwehrstraße 5 
1932 nach Plänen von Karl Schmalhofer errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 48 Wohnungen. Erweiterung des benachbarten Baus durch denselben Architekten in einem sehr viel nüchterneren Stil.

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Rinnböckstraße 21 / Schneidergasse 
1928/29 nach Plänen von Alexander Popp errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 29 Wohnungen.

Interessanter, stark konstruktivistischer Bau; originelle Ecklösung mit eigenwilligem Dachaufbau, übereck gezogenen Balkonen und Klinkerverkleidung bis zum obersten Geschoss.
Schneidergasse9
Schneidergasse 9 
1928/29 nach Plänen von Friedrich Fischer (1888) errichtete Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 12 Wohnungen. Eine kleine Baulückenverbauung, die sich den beiden älteren Nachbargebäuden perfekt angleicht.

Das Gebäude ist stark horizontal betont und im Erdgeschoss sowie zwischen den Fenstern mit Klinker verkleidet. Im obersten Geschoss prangt eine große Fahnenstange.
Zentralfriedhof_Tor_3

Zentralfriedhof, 3. Tor 
1925 nach Plänen von Wilhelm Peterle errichtete zweistöckige Wohnhausanlage der Stadt Wien mit 34 Wohnungen für Bedienstete der Friedhofsgärtnerei.

Eine weitere Anlage dieser Art mit 20 Wohnungen für Bedienstete des Zentralfriedhofs wurde bereits 1923 mitten im Friedhof von Karl Ehn errichtet.

Die Wohnungen wurden später in Büros umgewandelt. Ehn schuf auch die nahegelegene Dritte Aufbahrungshalle (1923–1925), die nach dem Krieg leider stark verschandelt wurde.

Literatur: Hans und Rudolf Hautmann, Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934, 1980; Helmut Weihsmann, Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919-1934, 1985/2002; Walter Zednicek, Architektur des Roten Wien, 2009.