So etwa konnte die "Krankenkasse der k. k. österreichischen Eisenbahnen", die selbst aus der "Kranken- und Unterstützungskasse für Bedienstete der k. k. Direktion für den Staatseisenbahnbetrieb in Wien" hervorgegan- gen war, ihre Versichertenzahl von 47.000 Personen im Jahr 1889 auf nahezu 220.000 Personen zu Beginn des Ersten Weltkriegs steigern.
Nach Kriegsende wurde die "Berufsgenossenschaftliche Unfallversicherungsanstalt der österreichischen Eisen- bahnen", die mit dem Zerfall der Monarchie ihren Arbeitsbereich eingebüßt hatte, in ein einheitliches Unfallver- sicherungsinstitut für alle Eisenbahnbediensteten der jungen Republik umgewandelt. Maßgeblich daran beteiligt war Ferdinand Hanusch, Staatssekretär für soziale Verwaltung. Die neue Anstalt wurde "Unfallversicherungs- anstalt der Eisenbahnen in der Republik Österreich" und schließlich "Unfallversicherungsanstalt der österreichi- schen Eisenbahnen" benannt.
Im selben Jahr 1920 wurde auch die "Krankenversicherungsanstalt der Staatsbediensteten", die heutige "Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter", ins Leben gerufen. Für die Eisenbahner stellte sich die Frage, ob sie sich dieser zentralen Krankenversicherungsanstalt für die Staatsbediensteten anschließen oder die eigenen, berufsständisch ausgerichteten Krankenversicherungseinrichtungen beibehalten wollten. Schließlich entschloss man sich zum Ausbau der bestehenden Betriebskrankenkassen. Die neue "Krankenkasse der österreichischen Bundesbahnen" wurde geschaffen und ihre Satzung dem Leistungsniveau der Krankenversicherung der Bundesangestellten angepasst. |