Der Rechtsanwalt Anton Pick gehörte seit 1928 der Sozialistischen Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Politik um Helene und Otto Bauer an. In der Zeit des Austrofaschismus verteidigte er zahlreiche angeklagte Schutz- bündler und Revolutionäre Sozialisten. Nach dem "Anschluss" flüchtete Pick als Betroffener der "Nürnberger Rassengesetze" über Prag nach Palästina. |
Anton Pick kehrte 1947 nach Wien zurück, wo er seine Anwalts- tätigkeit wieder aufnahm. 1955 wurde er als Kandidat des Bundes Werktätiger Juden in den Vorstand der Israelitischen Kultus- gemeinde Wien gewählt, der er in der Folge als Vizepräsident und von 1970 bis 1981 auch als Präsident vorstand. Im Dokumen- tationsarchiv des österreichischen Widerstandes trat Pick als Vorstandsmitglied für die Aufarbeitung der österreichischen NS-Vergangenheit ein; daneben engagierte er sich aktiv für den christlich-jüdischen Dialog. |
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