Das Palais in der Linzer Straße wurde zunächst von der sowjetischen, dann von der französischen Besatzungs- macht beschlagnahmt. Ein Mitarbeiter einer Wiener Wochenzeitung stellte nach einem Besuch anlässlich des 70. Geburtstages der Fürstin fest: Wie sehr das Schicksal dieser Habsburgerin heute symbolisch für die Lage Öster- reichs ist – jenes Österreichs, das sich schon seit 15 Jahren vergeblich sehnt, wieder Herr in seinem Haus zu sein und nach seinem eigenen Willen leben zu dürfen.
Das Paar, das 1948 endlich heiraten durfte, konnte erst 1955, nach dem Abschluss des Staatsvertrages, in sein Domizil zurückkehren. Beide waren zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits schwer krank und hatten sich völlig aus dem politischen Leben zurückgezogen. Leopold Petznek starb 1956; seine Witwe verkaufte das Haus ein Jahr vor ihrem Tod an die Gemeinde Wien. Das wertvolle Inventar – Bilder, zahlreiche Kunstgegenstände und Bücher – vererbte sie der Republik Österreich.
Die Elisabeth-Petznek-Gasse im 14. Bezirk wurde 1998 nach der "roten Erzherzogin" benannt. |