Theiß selbst war maßgeblich an der Schaffung der Österreichischen Baunormung und der neuen Wiener Bauordnung beteiligt. In der NS-Zeit erhielt das Büro trotz seiner anbiedernden Haltung (Weihsmann, 2005) nur verhältnismäßig unbedeutende Aufträge. Wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft wurde Theiß nach Kriegsende als Hochschullehrer vorübergehend suspendiert, bald darauf jedoch rehabilitiert und auch weiterhin mit Aufträgen bedacht (u.a. Mitarbeit am Ernest-Bevin-Hof).
Tölk, Josef 1861, Alland (NÖ) – 21.3.1927, Semmering (NÖ) Tölk, dessen Werkkatalog eine Reihe privater Villen, Wohn- und Bürohäuser umfasst, war seit 1894 in einer Arbeitsgemeinschaft mit Franz Krauß, mit dem er den Sigmund-Freud-Hof plante und beim Projekt Sandleiten mitarbeitete.
Unger, Oskar 21.8.1877, Wien – 12.10.1972, Wien Unger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Meisterklasse für mittelalterliche Baukunst) und war ab 1901 bei der Wiener Dombauhütte tätig. Für die Gemeinde Wien errichtete er den kleinen, aber interessanten Paula-Mistinger-Mraz-Hof sowie den betont bürgerlichen Bau, 3., Riesgasse 4. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er an der Erweiterung der Wohnsiedlung Hasenleiten mit.
Vana, Heinrich 5.12.1889, Kuttenberg (Böhmen) – 22.12.1967, Wien Vana kam bereits früh nach Wien, absolvierte hier eine Maurerlehre und holte die Matura in einer Abendschule nach. Nach Kriegsdienst und Verwundung studierte er ab 1920 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wirkte ab 1924 als selbständiger Architekt. |