Der Versuch, sämtliche Lebensbereiche alternativ – d.h. auch sozialdemokratisch – zu besetzen, führte zu teilweise skurrilen Blüten. So etwa gab es, neben den zahlreichen bereits erwähnten Organisationen, auch ein eigenes Arbeiter-Mandolinen-Orchester, es gab Arbeiter-Photographen und Arbeiter-Filmer, Arbeiter-Jäger und einen Arbeiter-Schachbund, ja sogar einen Arbeiter-Trachtenverein!
Von besonderer Bedeutung waren in diesem Zusammenhang auch die regelmäßig wiederkehrenden Feste der Sozialdemokratie, die trotz des z.T. antiklerikalen Charakters der Partei noch deutlich an traditionelle Feste angelehnt waren.
Neben dem Ersten Mai und dem Tag der Republik, die in erster Linie natürlich politischen Charakter besaßen, gab es auch Feste, die entweder einen jahreszeitlichen Bezug aufwiesen, wie etwa das Fest des Arbeitersports zu Ostern, oder als "rites de passage" mit bestimmten Lebenszyklen in Verbindung standen, wie die Wiegenfeste oder die Jugendweihen. |