Politisch setzte sich zunächst die "radikale" Linie Scheus durch. Seine in Wiener Neustadt herausgegebene "Gleichheit" wurde zum Organ der neuen Sozialdemokratischen Partei, die ihren Sitz anfangs in Graz hatte.
Wegen der seit 1873 grassierenden Wirtschaftskrise konnte die Partei sich jedoch nicht richtig entwickeln, außerdem verstärkte sich innerhalb der österreichischen Arbeiterbewegung der Einfluss der Anarchisten, denen jede Form legaler Organisationsarbeit vergeblich erschien und die "individuelle Gewalt" durchaus bejahten. Es kam zu einigen Attentaten und Bombenanschlägen, die das Regime wiederum als Vorwand benutzte, um noch härter gegen die gesamte Arbeiterbewegung vorzugehen.
Verhaftungen, Abschiebungen und Abwanderungen schwächten die "Radikalen" schließlich derart, dass die "Gemäßigten" ab etwa 1887 die Vorherrschaft innerhalb der Bewegung erringen konnten. Die internen Fraktionskämpfe wurden erst beim Einigungsparteitag in Hainfeld beendet. |