1895 richtete Auguste Fickert die erste Rechtsschutzstelle für unbemittelte Frauen in Österreich ein. Sie arbeitete an verschiedenen Enquêten über Frauenarbeit mit, unternahm 1899 die Organisation der erstmaligen Anstellung von Frauen in den Staatsdienst, und setzte die Bildung weiblicher Berufsvertretungen und die Zulassung von Frauen zum Hochschulstudium durch.
1899 gründete Fickert zusammen mit Rosa Mayreder und Marie Lang die demokratisch-fortschrittliche Monatsschrift "Dokumente der Frauen"; nach deren Einstellung fungierte sie als Herausgeberin der Zeitschrift "Neues Frauenleben".
Auguste Fickerts letztes Werk war die Errichtung der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Heimhof zur Schaffung von Wohnhäusern mit zentraler Küche und Gemeinschaftsraum – zunächst für alleinstehende berufstätige Frauen – auf genossenschaftlicher Basis. |