Die Sozialistische Arbeiterjugend ging aus dem Verband jugend- licher Arbeiter hervor und bildete von 1919 bis 1934 die politische Jugendorganisation der österreichischen Sozialdemokratie.
Während der Ersten Republik belief sich der Mitgliederhöchststand im Jahr 1923 auf etwa 38.000 Personen.
Höhepunkt der Tätigkeit der SAJ war das Internationale Jugend- treffen des Jahres 1929 in Wien mit etwa 50.000 Teilnehmern.
In der Festschrift zum Wiedersehenstreffen 50 Jahre nach dem Internationalen Jugendtreffen beschrieb Manfred Ackermann den internen "Ehrenkodex" der damaligen SAJ-Aktivisten:
Zu den Pflichten, die zu erfüllen die Aktivisten der SAJ sich verstanden haben, gehörte stets die kontinuierlich zu leistende 'revolutionäre Kleinarbeit', die ständige sozialistische Werbearbeit unter den nicht- organisierten Jugendlichen und die nimmermüde Arbeit am Aufbau der selbstgeführten und selbstbetreuten Jugendorganisation. Das Recht, in der Jugendgruppe mitzureden, musste erworben werden durch aktives Mitarbeiten.
Nach den Februarkämpfen 1934 wurde die SAJ, ebenso wie alle anderen Organisationen der Arbeiterbewegung, verboten. |