Der Wiener Rathausplatz ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts der wichtigste Ort sozialdemokratischer Kund- gebungen. 1905 war er Zentrum der großen Demonstrationen für das allgemeine Wahlrecht, die schließlich zum Erfolg führten: Am 26.1.1907 wurde das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht – vorerst allerdings nur für Männer – für den Reichsrat beschlossen.
Am 17. November 1911 fand am Rathausplatz wegen der enorm gestiegenen Lebensmittelpreise eine Massen- kundgebung statt, in deren Anschluss es zu den sogenannten Teuerungsunruhen kam, bei denen in Ottakring drei Arbeiter getötet wurden. |