Franz Jonas hat die schwierige Periode des Wiederaufbaus, in der aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges ein neues Wien errichtet wurde, entscheidend mitgeprägt; in seine Ära fallen die großen Wohnbauleistungen, der Ausbau und die Modernisierung der Spitäler, die Verwirklichung von Großprojekten wie der Bau der Wiener Stadthalle und des Historischen Museums, die Errichtung der Passagen an der Ringstraße – denen die Wiener prompt Namen wie "Jonasgrotte" oder "Jonasreindl" gaben – und die grundlegende Erneuerung der Wiener Versorgungseinrichtungen.
Jonas hatte auch wesentlichen Anteil daran, dass Wien international an Bedeutung gewinnen konnte. Die ersten Ansiedlungen internationaler Organisationen, wie der Internationalen Atomenergie Organisation im Jahr 1956, die Abhaltung der Wiener Festwochen seit 1951, der wichtige Beitrag Wiens zur Versorgung der ungarischen Flüchtlinge im Oktober 1956 und das historische Treffen des amerikanischen Präsidenten Kennedy mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten Chruschtschow am 3. und 4. Juni 1961 waren markante Signale dieser Entwicklung.
Im Jahr 1975 wurde der Platz vor dem Floridsdorfer Bahnhof zum Andenken an den ersten Arbeiter, der zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt wurde, Franz-Jonas-Platz benannt (Gedenktafel auf Nr. 8).
1990 wurde die Schule in der Deublergasse 21 aus Anlass ihres hundertjährigen Bestehens in Franz-Jonas-Europa-Hauptschule umbenannt. |