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Hannak, Jacques
12.3.1892, Wien -
14.11.1973, Wien
Jacques Hannak / Foto: ÖGB-Archiv

Jacques Hannak war engagierter Sozialdemokrat, Schriftsteller und Journalist, und als solcher u.a. für "Arbeit und Wirtschaft" und nach 1946 für die Arbeiter-Zeitung tätig.

In den Jahren 1938 und 1939 wurde Hannak in den KZs Dachau, wo er ein Mitgefangener von Heinrich Steinitz war, und Buchenwald festgehalten; 1939 konnte er nach Belgien und später nach Frankreich emigrieren, von wo aus er 1941 schließlich in die USA floh. Hier wurde er Mitarbeiter der Rundfunkabteilung beim "Office of War Information".

Grabstätte im Urnenhain / Foto: Bauer


1946 kehrte Hannak nach Wien zurück.

In den sechziger und siebziger Jahren erwarb sich Jacques Hannak besondere Verdienste um die politische Kultur und den Dialog durch eine regelmäßige Gesprächsrunde, die er betreute und bei der er Politiker aller Richtungen mit Künstlern, Schriftstellern und anderen Intellektuellen zu Gesprächen um einen runden Tisch versammelte.

Werk: Der Fürst, der sein Land verkaufte, 1949; Vier Jahre Zweite Republik, 1949; Im Sturm eines Jahrhunderts – eine volkstümliche Geschichte der Sozialistischen Partei Österreichs, 1952; Vorposten der Freiheit. Österreich 1950 bis 1953, 1954; Ausgewählte Reden und Schriften, Oskar Helmer (Hrsg), 1963; Bestandaufnahme Österreich 1945–1963, 1963; Männer und Taten – zur Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung, 1963; Karl Renner, Die Nation. Mythos und Wirklichkeit, 1964; Adolf Schärf, Der Teil und das Ganze. Reden und Schriften, 1965; Der Weg ins Heute. Zwanzig Jahre Zweite Republik, 1965; Karl Renner und seine Zeit, 1965; Johannes Schober. Mittelweg in die Katastrophe, 1966; Vom Untertan zum Mitbürger. 100 Jahre Staatsgrundgesetze, 1967.
Literatur:
Ursula Moriggl, Jacques Hannak – ein Sozialdemokrat, ein Journalist. Biographie und Themenanalyse seiner journalistischen Leistungen für die "Arbeiter-Zeitung" zwischen 1946 und 1955, 1994.
 
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