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Fischer, Heinz
9.10.1938, Graz
Heinz Fischer / Foto: ÖGB-Archiv

Foto: SPÖ

Heinz Fischer wurde in eine sozialdemokratische Familie hineingeboren. Sein Vater, Rudolf Fischer, war von 1954 bis 1956 Staatssekretär im Handelsministerium. Heinz Fischer war bereits während seines Studiums der Rechtswissenschaften politisch aktiv und fungierte 1959 bis 1960 als Obmann des VSStÖ Wien.

Seit 1964 war Heinz Fischer Mitglied des SPÖ-Bundesparteivorstandes, ab 1975 Mitglied des Parteipräsidiums und seit 1979 stell­vertretender Vorsitzender der SPÖ.

Heinz Fischers politischer Werdegang ist jedoch in allererster Linie mit dem Parlament verbunden: Von 1963 bis 1975 war Fischer SPÖ-Klubsekretär im Nationalrat, seit 1971 Abgeordneter zum Nationalrat (von 1975 bis 1983 und von 1987 bis 1990 auch Klubobmann), unterbrochen nur von seiner Zeit als Wissenschaftsminister (1983 bis 1987).

Zwölf Jahre lang – von 1990 bis 2002 – war Heinz Fischer Erster, seit Ende 2002 Zweiter Nationalratspräsident.
Foto: SPÖ
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Der anerkannte Verfassungsjurist Fischer, der seit 1978 als Universitätsdozent für Politikwissenschaft in Innsbruck wirkte
und 1993 zum Ordentlichen Universitätsprofessor berufen wurde, kandidierte 2004 bei der Wahl zum Bundespräsidenten und gewann mit deutlichem Vorsprung auf seine Gegenkandidatin Ferrero-Waldner.

Fischer ist damit der erste Bundespräsident aus den Reihen der SPÖ seit Franz Jonas.

Heinz Fischer, der das Bergsteigen als sein größtes Hobby bezeichnet, war mehr als 30 Jahre lang auch Präsident der Naturfreunde und seit 1999 auch Präsident des VGA.

Werk: Einer im Vordergrund. Taras Borodajkewycz. Eine Dokumentation, 1966; Zum Wort gemeldet: Otto Bauer, 1968 (Hrsg.); Karl Renner, 1970 (Hrsg.); Das politische System Österreichs, 1974 (Hrsg.); Rote Markierungen '80, 1980; Forschungspolitik für die 90er Jahre, 1985 (Hrsg.); Die Kreisky-Jahre, 1993; Entscheidung für Europa, 1995; Reflexionen, 1998; Wende-Zeiten, 2003; Überzeugungen. Eine politische Biographie, 2006.
 
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