Johann Resch gehörte seit seiner frühesten Jugend der sozialistischen Arbeiterbewegung an. Kein Wunder: Seine Eltern besaßen jenes Gasthaus in Währing, in dem sich das gesamte Partei- und Gewerkschaftsleben des Bezirks abspielte.
Nach dem Ersten Weltkrieg war Johann Resch, der seit 1910 in den Diensten der Gemeinde Wien stand, Obmann des Arbeiterrates von Meidling und baute gemeinsam mit dem später in Auschwitz ermordeten Gemeinderat Edmund Reismann die Sozialdemokratische Unterrichtsorganisation des 12. Bezirks auf.
In der Ersten Republik zählte Resch zu den engsten Mitarbeitern von Stadtrat Hugo Breitner. 1927 wurde er in die Direktion der Städtischen Straßenbahnen berufen, um diese wirtschaftlich und personell neu zu organisieren; 1930 erfolgte seine Ernennung zum Direktor der Städtischen Unternehmungen.
Im Jahr 1934 wegen seiner politischen Einstellung aus dem Dienst der Stadt Wien entfernt, betätigte sich Resch bis 1945 in der Privatindustrie. |