1958 konnten die Kinderfreunde das 50jährige Gründungsjubiläum und die Eröffnung des ersten Kinderdorfes (Anton-Afritsch-Kinder- dorf) bei Graz feiern. 1960 wurde das sogenannte Eisenstädter Programm als sozialistisches Erziehungsprogramm beschlossen. Der zunehmende Wohlstand breiter Bevölkerungskreise erforderte bald auch eine Neu- und Weiterorientierung der pädagogischen Arbeit der Kinderfreunde.
1961 begann der Verlag "Jungbrunnen" pädagogisches Holz- spielzeug und Kinderspielmöbel als Alternative zur Massenware anzubieten, und 1963 erfolgte die Eröffnung der "Wiener Spiel- zeugschachtel" in der Rauhensteingasse im 1. Bezirk, die 1980 um den "Kinderbuchladen" erweitert wurde.
Die Kinderfreunde gehen auch heute mit der Zeit. Aktionen gegen Krieg und Gewalt, gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, aber auch das konsequente Eintreten für den Ausbau der Kinder- rechte und die Aufklärung im Kampf gegen Alkohol und Drogen nehmen deshalb einen immer wichtigeren Platz in der Arbeit der Kinderfreunde ein, die bald ihr 100jähriges Jubiläum feiern können.
Viele Politiker und Pädagogen entstammen den Österreichischen Kinderfreunden, die heute rund 180.000 Mitgliedsfamilien zählen und damit die größte Familienserviceorganisation Österreichs sind. |