Wie kein anderer hat Julius Braunthal dabei den beinahe religiösen Geist dargestellt, der viele Menschen im "Roten Wien" beseelte: Die Intensität des Gemeinschaftslebens erzeugte eine neue psychologische Haltung der Massen [...] Ihre Stellung in der Bewegung verlieh ihrem Dasein eine neue Bedeutung und erfüllte ihr Leben mit einem neuen Inhalt. Die Menschen sahen ihre Arbeit verwirklicht in den Wohnstätten und Gärten, in den Kinderfürsorgeinstitutionen und Schulen, in den Bibliotheken und Bädern, die vor ihren Augen entstanden (Auf der Suche nach dem Millennium, 1964, 248f). |