Die ursprünglich 700.000 Mann starken Besatzungstruppen wurden bis 1955 auf Seiten der drei Westmächte auf etwa 20.000 und auf Seiten der Sowjetunion auf rund 40.000 reduziert. Für die Kosten hatte die Republik Österreich aufzukommen – zunächst mit 35% des Budgets, ab Ende 1946 mit 15%. 1947 verzichteten die USA auf ihren Anteil, 1953 auch die drei anderen Besatzungsmächte.
In ihren jeweiligen Zonen griffen die Besatzungsmächte auch in lokale Angelegenheiten ein; die Sowjetunion etwa beschlagnahmte 1946 das "deutsche Eigentum" in ihrer Zone. Immer wieder kam es auch zu persönlichen Übergriffen und Zwischenfällen. Hier war es besonders die Arbeiter-Zeitung, die ab dem 5. August 1945 wieder als Partei- zeitung der SPÖ erschien und mit einer Auflage von 245.000 Stück lange Zeit unangefochten die größte Zeitung des Landes war, die sich als die Zeitung, die sich was traut besonders für die Rechte der Österreicher gegenüber den Besatzungsmächten stark machte.
Die Zeit der "Vier im Jeep" brachte – neben den lebensnotwendigen Care-Paketen – allerdings auch angenehme Veränderungen nach Wien. Von amerikanischen Zigaretten, die eine Zeit lang als "Ersatz- währung" am Schwarzmarkt dienten, über Jazz und Nylonstrümpfe bis zur neuen "Mode" des Existenzialismus und des Surrealismus. |