An der Stelle des späteren Arbeiterheimes befand sich im 19. Jahrhundert ein Wohnhaus mit angeschlossener Gaststätte ("Bartsch"); hier hatte auch der 1893 gegründete "Politische Verein Vorwärts in Floridsdorf" seinen Sitz.
Nach einer großen Spendensammlung im Jahre 1909 konnte das Haus in der Angerer Straße gekauft und als Arbeiterheim eingerichtet werden. 1911 wurde ein Veranstaltungssaal zugebaut. Das Floridsdorfer Arbeiterheim entwickelte sich in den folgenden Jahren zum politischen und kulturellen Zentrum des Bezirks. Tausende Veranstaltungen – Konferenzen, Konzerte, Theatervorstellungen, Lesungen, Vorträge und Ausstellungen – fanden hier statt.
Besonders turbulent gestalteten sich die Sitzungen des Floridsdorfer Arbeiter- und Soldatenrates im Jahr 1918, in denen heftig um den künftigen politischen Weg gerungen wurde. Mehrmals kam Friedrich Adler ins Floridsdorfer Arbeiterheim und setzte sein ganzes Gewicht als anerkannter Repräsentant der Linken ein, bis die Entscheidung zugunsten eines demokratisch-parlamentarischen Weges gefallen war. |