Die Lösung der wirtschaftlichen Probleme stellte die schwierigste Aufgabe nach dem vorübergehenden Sieg der Revolution im März 1848 dar. Ob die dabei eingeschlagenen Wege richtig waren, kann wegen der Kürze der Zeit, die den revolutionären Kräften zur Verfügung stand, nicht seriös beurteilt werden.
Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wurden z.B. auch "Notstands- arbeiten" organisiert. Den größten Umfang hatten dabei Erdarbeiten im Prater und in der heutigen Brigittenau. Für zwölf Stunden Arbeit erhielten Erwachsene 20 und Kinder 15 Kreuzer. Davon konnte sich ein Mensch zwei Tage lang ermähren.
Am 19. August wurde der ohnedies niedrige Tageslohn für die zahlreichen Frauen und Kinder unter den Erdarbeitern um 5 Kreuzer gesenkt. An den folgenden Tagen demonstrierten die Arbeiter gegen diese Kürzung, und am 21. August 1848 kam es zu einer Frauendemonstration durch die Wiener Innenstadt – die erste Frauenkundgebung in Österreich. |