Im Februar 1934 folgten die Arbeiter dem Streikaufruf, warteten allerdings vergeblich auf weitere Weisungen. Am 13. Februar kam es zu einem kurzen Kampf, bei dem der Schutzbündler Alexander Scheck erschossen wurde. Nach der Niederschlagung des Arbeiteraufstandes wurden zahlreiche Ankerbrot-Arbeiter verhaftet, einer von ihnen, Franz Misek, wurde zu drei Monaten Zuchthaus verurteilt.
1938 wurde der Betrieb von den Nationalsozialisten "arisiert".
Anfang 1939 kam es zu einem Streik der Ankerbrot-Belegschaft gegen die Angleichung der Lohnsteuer an die wesentlich höheren deutschen Steuern – der erste und letzte Streik eines großen Betriebes während der Nazizeit. Die Gestapo unterband diese Streikbewegung und war auch in den folgenden Jahren häufiger "Gast" in der Ankerbrotfabrik, in der mehrere Widerstandsgruppen tätig waren. Dabei wurden mehrere Betriebsangehörige verhaftet, drei von ihnen hingerichtet (Käthe Odwody, 23.9.1943; Franz Misek, 19.9.1944; Ludwig Führer, 5.12. 1944). An sie erinnert eine Gedenktafel. |