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Am Freihof
22., Am Freihof / Steigenteschgasse etc.
Freihof / Foto: Bauer

Die in den Jahren 1923 bis 1927 nach Plänen von Karl Schartelmüller im Anschluss an die kleinere Siedlung Kagran errichtete genossen­schaftliche Siedlungsanlage mit 1.014 Wohnungen und zahlreichen Gemeinschafts­einrichtungen und Geschäftslokalen wurde nach 1938 bzw. 1945 mehrfach erweitert und bildet heute die größte Genossenschaftssiedlung Wiens, eigentlich eine autarke Kleinstadt.
Schule / Foto: Bauer


Der Hauptteil der Siedlung besteht aus langen Reihenhausfronten,
in deren Detailgestaltung sich der unverkennbare Einfluss der Gemeindebauarchitektur auf die Siedlungsbewegung zeigt.

Sehenswert ist auch die ebenfalls von Schartelmüller 1930
entworfene Schule der Siedlung in der Paul-Natorp-Gasse 1, ein vorbildlich moderner Bau mit klarer, einfacher Gliederung.

1951 schuf der Bildhauer Mario Petrucci im Auftrag der Stadt Wien für die Freihofsiedlung den "Gänsebrunnen", der an die seinerzeit berühmte Kagraner Geflügelzucht erinnern soll.
Literatur: Hans und Rudolf Hautmann, Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919–1934, 1980; Helmut Weihsmann, Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934, 1985/2002; Walter Zednicek, Architektur des Roten Wien, 2009.
 
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