Der Bau des neuen Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) wurde bereits im Jahr 1955 beschlossen; die Kosten für das modernste Spital des Landes waren mit etwa einer Milliarde Schilling (ca. 72,6 Mio. Euro) veranschlagt. Allerdings wurde die MA 17 erst 1972 mit der Durchführung des Vorhabens beauftragt. Für die Planung wurde ein deutscher Experte zugezogen.
Wegen mangelnder Fortschritte wurde 1975 die "Allgemeines Krankenhaus Planungs- und Errichtungsgesell- schaft" AKPE gegründet. Direktor dieser Gesellschaft war Adolf Winter. Über Briefkastenfirmen in Liechtenstein ließ Winter ca. 40 Millionen Schilling (2,9 Mio. Euro) an Schmiergeldern auf Konten in verschiedenen Ländern überweisen. Gleichzeitig explodierten die prognostizierten Kosten – von 15 Milliarden Schilling (1,09 Mrd. Euro) Mitte der 1970er Jahre auf 36,7 Milliarden Schilling (ca. 2,67 Mrd. Euro) im Jahr 1980. |